Einzeltherapie


Im Großen und Ganzen besteht die Einzeltherapie aus einem offenen Gespräch. Dabei achte ich sehr auf die gesamte Gestalt der Klientin/des Klienten, beispielsweise auf den Klang der Stimme, die Körperhaltung, Mimik, Gestik und dabei insbesondere auf Widersprüche im Ausdruck. Wenn beispielsweise die inhaltliche Aussage „mir geht es ganz gut“ zu der bedrückt klingenden Stimme in Widerspruch steht, das freundliche Lächeln zu den gesenkten Schultern, dann kann es sein, dass ich darauf aufmerksam mache und mich für beides näher interessiere. Manchmal biete ich spontan oder auf Wunsch Entspannungsübungen an. Ein weiteres Element der gemeinsamen Arbeit bilden sogenannte Experimente. Diese ergeben sich aus einer konkreten Situation und sind demgemäß unendlich vielfältig. Oft besteht ein Experiment aus der Inszenierung eines Selbstgesprächs (inneres Zwiegespräch) oder eines Phantasiegesprächs (Gespräch mit einem phantasierten Gesprächspartner), welches unter Zuhilfenahme beispielsweise zweier Stühle neue Aspekte einer Problematik offensichtlich werden lässt.

Befasst wird sich dabei - einer Psychotherapie gemäß – mit den Schwierigkeiten, Grenzen, Blockierungen unter denen die jeweilige Klientin/der jeweilige Klient leidet. Mögliche Themen solchen Leidens sind unbegrenzt, denn Leiden ist immer subjektiv und einzigartig.

Therapie verstehe ich nicht so sehr als Behandlung, vielmehr als ein gemeinsames Suchen und Entdecken von neuen Wegen, die allein nicht zu finden und nicht zu beschreiten sind.

Besondere Erfahrung besitze ich in der Arbeit mit Menschen, die traumatisierende Erlebnisse hatten, insbesondere mit sexualisierter Gewalt. Über viele Jahre habe ich auf diesem Gebiet spezielle Fortbildungen besucht und praktische Erfahrungen mit meinen KlientInnen gesammelt, sodass ich hier mittlerweile über hohe Kompetenzen verfüge. Außerdem arbeite ich gern mit Menschen, denen es schwerfällt ihre persönlichen Beziehungen (Partnerschaft, Freundschaften, Arbeitsbeziehungen) zufriedenstellend zu gestalten oder die in ihrem Streben nach persönlichem Wachstum an Grenzen stoßen, die sie erweitern und dafür Hilfe in Anspruch nehmen möchten. Die Anlässe, zu mir zu kommen, sind so vielfältig wie wir Menschen es sind, und ich freue mich über jede und jeden, die oder der bei mir anklopft.

Nach meiner Erfahrung nimmt die Beseitigung des Symptoms, welches den zunächst größten Leidensdruck macht, lediglich einen kleinen wenn auch wichtigen Teil der gemeinsamen Arbeit in Anspruch. Manchmal endet die Therapie, wenn das Symptom beseitigt ist oder sich (die Einstellung dazu) so verändert hat, dass es kein übermäßiges Leiden mehr verursacht, häufiger jedoch beginnt sie dann erst eigentlich.

Mir macht diese Art der Arbeit ausgesprochen Freude.



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